Wahltour

 

Die Wahltour ist nun beendet und ich habe jedes Dorf und jede Stadt im „Wahlkreis 31“ mindestens einmal besucht. Probleme gibt es viele. Lösungen wollen wir gemeinsam suchen. Auf dieser Seite finden sie den Bericht  über die 4 wöchige Wahltour durchs Weimarer Land auf der ich vielleicht sogar mit Ihnen ins Gespräch gekommen bin. Vielleicht haben sie mich ja bereits getroffen und machen sich gerade ein Bild von mir auf dieser Website. Nun kommt es auf ihre Stimme an. Wenn sie mich im Landtag, als kompetenten Vertreter des Weimarer Landes haben wollen, sollten sie am Sonntag ihr Kreuz bei mir bei der Erststimme machen. Wie die Tour gelaufen ist und was wir alles erlebt haben finden sie weiter unten. Viel Spaß beim Nachlesen und ich bin sicher, sie finden ihren Ort wieder wenn sie im Wahlkreis 31 wohnen.

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28.08.2009 Infostand am Glockenhofcenter in Apolda

Heute war ein Tag ganz nach meinem Geschmack. Am Infostand in Apolda haben wir viele Menschen ansprechen können bzw. sind viele direkt zum Stand gekommen um ihren Frust noch einmal abzuladen. Bei einem Problem konnte ich sogar direkte Hilfe leisten was mich persönlich wiederum sehr gefreut hat. Ich bin gespannt ob die vielen Menschen die mir ihre Stimme zugesagt haben auch wirklich wählen gehen am Sonntag. Den Satz, dass sich ja eh nix mehr ändert, habe ich auf der kompletten Tour wohl am meisten gehört. Morgen werden wir, ganz privat natürlich, zum Lanztreffen nach Wersdorf fahren. Die letzten Personenkarten werden wir quer durch Apolda auch noch unter die Menschen bekommen. Am Sonntag sehen wir dann weiter. Eines ist klar. Ob mit oder ohne Landtagsmandat. Das Weimarer Land wird mich nicht so schnell wieder los. ______________________________________________________________________________

27.08.2009 Die Wahltour durch Oßmannstedt-Ulrichshalben, Kromsdorf, Denstedt

Die Bedrohungssituaton für meine Leute und mich war durchaus ernst zu nehmen. Da ich mein Handy nicht hörte wurde ein Ultimatum gegenüber meiner Begleitung  ausgesprochen welches besagte, dass wir ne halbe Stunde haben um aus Kromsdorf zu verschwinden, sonst würden sie das wohl selber in die Hand nehmen. Kurz darauf verteilten wir unter den wachsamen Augen der Polizei unsere Flyer weiter, was wohl angesichts einiger schwarzer Autos mit einschlägigen Nummernschildern mit dem Zahlencode 88 und einigen Neonazis auf der Dorfstraße besser so war. Ich kann mich nur bei den Einsatzkräften die vor Ort waren bedanken und den Typen die mich unter Druck setzen wollten kann ich nur sagen, Pech gehabt, wir haben 3000 Zeitungen und Karten für den Wahlkampf in allen 4 Orten unter die Menschen gebracht und ich habe viele viele Gespräche geführt in denen ich darauf hingewiesen habe, dass ich meine Arbeit gegen den erstarkenden Rechtsextremismus fortsetzen werde. Mein Einsatz für ein Verbot der NPD und anderer „Neonazi“sammelbecken wird noch intensiver werden. Es gab aber auch sehr viele positive Dinge die heute passiert sind. So wurden wir auf der Straße angehalten von einem Mann, der mich anschaute und meinte: „Ich habe dich eben per Briefwahl gewählt und so ein Zufall, jetzt sehe ich dich auch mal Live“. Er freute sich, wünschte uns viel Erfolg und fuhr weiter. Das hat dem ganzen Team gut getan und meine Freundin und ich wussten wieder, wieso wir uns 4 Wochen so strapaziert haben. Gegen 20 Uhr waren wir fertig und hatten so viele tolle Gespräche geführt und fuhren erschöpft aber glücklich in den Sonnenuntergang… Morgen geht es noch mal nach Apolda zum Infostand.

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26.08.2009 Wahlstand in Apolda mit Gudrun und Dörfertour mit Janin

Nach dem erfolgreichen Infostand auf dem Brauhof in Apolda, bei dem ich sehr oft auf die Geburtstagsfeier von Ackermann im Bundeskanzleramt und auf die Frage nach den Wasser- und Abwassergebühren angesprochen wurde, fuhren wir gegen Mittag nach Pfuhlsborn, Eckolstädt und Münchengossernstedt. Neben dem üblichen Verteilen konnten wir uns einen Überblick über das Ausmaß an NPD Plakatierung machen. In Eckolstädt im Neubaugebiet hingen gar nur NPD Plakate und unser Wahlkampf wurde von ein paar Halbstarken beobachtet. Ich hoffe, dass unsere Aufklärung etwas bringt und viele dort demokratisch Wählen gehen. Es war ein typisches Plattenbaufeeling wobei nicht mehr all zuviele Menschen in der Platte wohnten. In Münchengossernstedt hingen die Plakate nicht etwa ganz oben sondern auf Augenhöhe und vielerorts „klebten“ NPD Aufkleber. Das Schwiergste war, etwas zum Mittagessen zu bekommnen. Alle Gasthäuser welche wir ansteuerten waren entweder dicht gemacht oder hatten nur am Samstag und Sonntag offen. In Pfuhlsborn bemerkten wir plötzlich ein Schild welches vor einem Tod bringenden Schafsbock warnte. Wir haben aufgepasst und sind unverletzt wieder nachWeimar zurück gekommen. Morgen gehts nach Kromsdorf, Denstedt, Ulrichshalben und Oßmannstedt. Mal schauen was uns dort erwartet…

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25.08.2009 Wahlkampf mit unserer  lieben Doris in Matt- Zottelstedt, Schöten und Oberroßla

Ein schöner Tag. Es begann in Mattstedt und eigentlich war es viel zu heiß. Wir haben noch schnell ein Plakat an die Bushaltestellen gehangen und dann erreichten wir auch Doris, die 20 m weiter um eine Ecke auf uns gewartet hatte. Los gings erstmal gemeinsam durch die verwinkelten Gassen des Dorfes. Viele nette Gespräche lagen wie immer auf unserem Weg. Nach Zottelstedt hätte man eigentlich laufen können, das bekamen zumindest Doris und Janin mit, als sie zurück kamen und vom Ortseingang Zottelstedt berichteten. Also war es nur ein Katzensprung in die dortige Dorfmitte und dort angekomnen verteilten wir weiter unser Material. Ein Mann brauchte Hilfe beim Abtransport seines Zementmischers. Ich half ihm und gab ihm danach meine Karte, damit er auch sehen konnte, wer ihm da geholfen hatte. Wahlkampf ist Wahlkampf. 🙂 Nach gefühlten 4 Sgtunden Materialverteilung und Gesprächen und gefühlten 40 Grad im Schatten, ging es weiter nach Schöten. In Schöten führte ich einige Gespräche mit Menschen die nicht wählen gehen wollen. Ich erklärte ihnen, dass ein Nichtnutzen ihrer Stimme auch die NPD stärkt und dass ihre Stimme eine Stimme gegen Nazis sein kann. Dies wurde vor allem von einer jungen Frau mit der klaren Ansage: „Das will ich nicht, geben sie mir ihre Karte, ich gehe doch wählen!“ beantwortet. Hartnäckigkeit lohnt sich. Vielleicht zahlt es sich ja auch aus. Gegen 13 Uhr hatte uns Doris dann zu sich nach Hause  zum Essen eingeladen, was wir sehr gerne annahmen. Zuhause bei ihr spielten Amy und Liliput (unser und Doris ihr Hund) die ganze Mittagspause durch die Wohnung, was wir alle sehr sehr niedlich fanden. Nach der wohlverdienten Pause (danke noch mal an Doris), fuhren wir nach Oberroßla. Dort bemerkten wir nach ca. 10 Minuten, dass die Briefkästen schon mit Material der LINKEN und mit meiner Karte bestückt waren. Also riefen wir einen Genossen an und der bestätigte uns, dass der Wahlkampf für uns dort schon im vollen Gange sei und wir uns auf die anderen Orte weiter konzentrieren könnten. Das freut natürlich wenn man sieht, dass viele eigenständig Wahlkampf für mich machen. Danke an dieser Stelle. Morgen sind wir in Apolda am Brauhof und machen ab 9 Uhr Infostand und später geht die Tour weiter. Ich freu mich schon auf die vielen Gespräche auf dem Braufhof und in der Umgebung. Nutzt eure Stimme und geht wählen. Wählt Sandro Witt und die LINKE. Deine Stimme gegen Nazis.

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24.08.2009 Wahlkampf mit Doris in Herressen-Sulzbach, Nauendorf und Oberndorf

Nach dem wir (meine Freundin und ich) uns gestern im Garten bei Sonne und kühlen Getränken im Kreise der Familie entspannt hatten, ging es heute morgen frisch ans Werk. Unterstützung erhielten wir wieder aus der Partei. Doris begleitete uns zum zweiten Mal und durch ihre tatkräftige Beteiligung waren wir schneller als erwartet durch die Dörfer gezogen und hatten unser Material an die Menschen gebracht. Auch das Haus des Bürgermeisters von Apolda, mit dem mich so einige Projekte gegen den erstarkenden Rechtsextremismus verbinden haben wir nicht verschont. Auf einer großen Wiese konnten wir dann Picknick machen und unser Mittagessen in der Natur genießen. Neben den vielen netten Menschen die wir treffen, ist der zweite positive Aspekt an der Wahltour, dass wir ständig an der frischen Luft sind und uns viel bewegen. Das hält fit und macht sich bemerkbar. In Nauendorf stellten wir wieder erstaunt fest, wie früh die Kinder doch von der Schule kommen. Ein kleiner Mann hatte sich vor dem Briefkasten seiner Eltern aufgebaut und blitzte uns bösartig an. Als ich ihn fragte was los sei meinte er nur trocken. „Wir wollen keine Werbung“. Ich habe ihn gefragt ob seine Eltern da sind und ob er was mit den Wahlen anfangen kann. Er schaute auf meine Karte und entschied sich, das Material dann doch für seine Eltern mit zu nehmen. Das freute mich natürlich und ich hoffe, dass die Karte und die Zeitung auch bei den Eltern ankommen. Wer weiß. Morgen sind wir wieder auf Tour. Es muss darum gehen soviele wie möglich zum Wählen gehen zu animieren. Die NPD wird scheitern wenn alle ihr demokratisches Recht für demokrtische Parteien und Personen abzustimmen, wahrnehmen. Eine Stimme für mich ist eine starke Stimme gegen Nazis.

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22.08.2009 Wahlkampf mit Armin in Bad Sulza und Umgebung

Eigentlich war es ein sehr unspektakulärer Tag. Ein ganz normaler Samstag morgen in Bad Sulza und wir machen Wahlkampf. Auffällig viele neue NPD Plakate hängen in der Stadt und auch in der näheren Umgebung. Viele Leute beschweren sich schon und bitten uns noch mehr dagegen zu tun. Wir erklären ihnen, dass bei der NPD nur ein Verbot hilft und vor allem ein besseres Bildungssystem absolut hilfreich gegen solcherlei rechtxextreme Tendenzen ist. Ein guter Einstieg in die politische Diskussion. Später werden wir von Armin und seiner Frau noch zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Danach fahren wir nach Sonnendorf und bewundern das Weingut während wir unser Material verteilen. Es ist spät geworden und wir müssen noch nach Kaatschen-Weichau. Dort angekommen verteilen wir weiter, sprechen mit den wenigen Bewohner_innen des Dorfes und sitzen am Fluß und genießen eine leckere Bratwurst. Am Schluss der Tour stand heute Reisdorf auf dem Programm. Auch hier haben wir flächendeckend unserMaterial verteilt. Auch der Briefkasten von Dirk (SPD) hatte Hunger und bekam Post von der LINKEn. Auf dem Nachhauseweg bemerkten wir wie spät es eigentlich geworden ist und freuen uns auf die Couch. Jetzt schreibe ich noch schnell hier den Bericht fertig und dann ist mal Feierabend für heute. Es ist bereits 19 Uhr. Morgen ruhen wir uns aus und gehen in den Garten. Am Montag gehts dann in die letzte Woche und dann wird der Wahlkampf richtig heiß. Versprochen…

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21.08.2009 Infostand Apolda und Dörfertour durch Niedertrebra, Darnstedt und Escheroda

Neben dem verregneten Start am Infostand heute morgen, der Infostand war erfreulicherweise unter einem Kaufhallendach, erlebten wir viele kleine Überraschungen heute. In Apolda waren die Menschen sehr aufgeschlossen unseren Themen gegenüber und es ergaben sich viele tolle Gespräche. Einige waren vorher am Infostand der CDU und haben sich ein Tütchen abgeholt in dem schwarzer Senf, Sonnencreme und einige Flyer zu finden waren. Am LINKE Stand gab es zwar auch Dinge wie Kulis, Feuerzeuge und Kondome, dennoch standen die politischen Dinge im Vordergrund und niemand von uns machte Wahlkampf gegen etwas sondern für unsere Ziele, wohingegen die CDU Materialien nur so vor Warnungen gegen uns LINKE strotzen. In einem kurzen, angenehmen Gespräch mit Frau Lieberknecht tauschten wir uns über tagespolitische Themen aus. Dann ging der Wahlkampf wieder weiter. Als wir dann ab Mittag wieder auf unsere Tour aufbrachen, fiel mir auf, dass viele Plakate von mir fehlten, welche aber am Vortag noch hingen. Ein paar Meter weiter begegnete uns die NPD mit ihrem Wahlkampfauto und diese unsäglichen Rassisten und rechtsextremen Gewalttäter hängten gerade wieder ihre neuen Plakate auf. Ein Schelm wer da meinen könnte  das Fehlen der Plakate hätte was mit den rechtsextremen vorbestraften Nazis aus dem Weimarer Land zu tun. Den aktuellen Umfragen nach kommt die rechtsextreme und verfassungsfeindliche NPD in Thüringen sogar auf knapp 4 Prozent. Ich hoffe, dass noch viele Menschen mitbekommen, dass eine Wahl dieser Partei keine Alternative darstellt, sondern in den Ruin führt. Ich wünsche der NPD das Verbot und den Nichteinzug in den Landtag. Zitat: „Wahlabend, die NPD kommt auf 4,9 Prozent, haha  Herr Schwerdt 🙂 “ www.npd-verbot-jetzt.de Es war abgesehen von Regen und Nazis ein schöner Wahltag und morgen machen wir Bad Sulza und Umgebung unsicher…

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20.08.2009 ganz heißer Wahlkampf in Flur- Auer-Eber- Geb- und Neustedt & Schwabsdorf

Neben den vielen lustigen Begebenheiten wie einer Fahrt durch den Burgenlandkreis, obwohl wir eigentlich nur nach Gebstedt wollten, machte uns die Hitze schon sehr zu schaffen. Weiterhin fanden wir zerstörte Wahlplakate von uns vor, was nie Spaß macht, aber scheinbar macht die blinde Zerstörungswut auch vor meinen Plakaten nicht Halt. Ich denke die Personen kennen mich zwar nicht, aber interessanterweise waren die Plakate der anderen KandidatInnen heil. Ich hoffe dass die Zerstörer dennoch ihr Stimmrecht zur Landtagswahl nutzen und eine demokratischen Kandidaten bzw. eine demokratische Kandidatin wählen, anstatt nur Dinge kaputt zu machen. Der heutige Tag war auch heftig, da wir beobachten konnten, wie schwer älteren Mitmenschen die Hitze  zu schaffen macht. Viel Flüssigkeit zu sich nehmen ist das eine, aber wer schon Probleme hat, ist auf jeden Fall auf Hilfe angewiesen. Das ist mir heute wieder sehr bewusst geworden. Auf der einen Seite sieht man planschende Kinder und Jugendliche und auf der anderen Seite quälen sich altere Menschen durch den Tag. Mit diesem Widerspruch beende ich den heutigen Bericht und freu mich auf den Infostand in Apolda am Glockenhofcenter morgen von 9 bis 12 Uhr. ________________________________________________________________________________

19.08.2009 Wahlkampf in Schmiedehausen/ Lachstedt und Großheringen und IHK Podium

Ohne CDU meinen einige öffnet sich  „der Höllenschlund und verschlingt  das Weimaer Land „. Wir erklären natürlich jedem und jeder, dass es auch Alternativen gibt und niemand vor Neuem Angst haben muss. Irgendwie haben die Menschen wohl mehr aus Abhängigkeitsverhältnissen heraus die CDU immer gewählt. Das wird sich in den nächsten Jahren ändern. Ich kann das deshalb sagen, weil ich neben Zukunftsängsten auch die Frage „Wer solls denn richten?“ gestellt wird und wenn wir dann erklären was wir wollen, dann gibt es ein reges Interesse und meist auch Zustimmung, Ich habe heute auf dem Podium der IHK und HWK Weimar einstecken müssen, einstecken dafür, dass ich angesprochen habe was die LINKE will. Das gehört zu demokratischen Gepflogenheiten dazu, dass polemisiert wird und auch Spitzen gegen uns losgelassen werden. Ich sehe das locker und habe dennoch weiter unsere Themen vertreten. Beim Schlusssatz habe ich dann gesagt, dass nur die dümmsten Kälber, ihre Schlächter selber wählen und mit Blick auf den Mittelstand meine ich dass auch so und bleibe dabei. Gute Nacht für Heute es ist schon spät.

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18.08.2009 Wahlkampf mit Wilfried und Armin in Wickerstedt und Umgebung

 Neben den vielen erfolgreichen Gesprächen kann ich von einem sehr interessanten Gespräch berichten. Ein junger Mann erklärte mir heute, wie er die Folgen der Schweinegrippe abschätzt. Da er mit sehr vielen Toten rechnet und nachweislich sehr lange schon gesundheitspolitisch aktiv ist, werde ich die entsprechenden Personen in meiner Partei die zuständig sind informieren und um Rat fragen. Ich habe die Kontaktdaten des Mannes erhalten und seine Vorwürfe sind nicht einfach mal so wegzuwischen. Ich bin gespannt wie die Zuständigen reagieren. Bei Gelegenheit werde ich über die Ergebnisse meiner Konsultationen berichten. Weiterhin wurden heute die „Stolpersteine“ des Aktionskünstlers Gunter Deming verlegt und ein Stein den die LINKE Apolda gestiftet hat, wurde während meiner Anwesenheit von Gunter Demnig verlegt. Ein unterstützenswertes Projekt wie ich finde. Mehr dazu: http://www.stolpersteine.com/ Morgen gibt es dann in der TA Apolda einige Auszüge des heutigen Redaktionsgespräches. Ich bin sehr gespannt. Jetzt muss ich mich auf morgen Abend vorbereiten. Die IHK lädt zum Empfang und zur Diskussion und da will ich gut vorbereitet sein. Die Tour geht natürlich morgen auch weiter…

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17.08.2009 Wahlkampf in Buttelstedt/ Daasdorf/Weiden und Nermsdorf

Neben dem kleinsten Dorf welches wir je erlebt haben, hatten wir heute einen argen Kampf auszutragen. Wir kämpften gegen die Hitze die teils bis 34 Grad hoch ging. Von Haus zu Haus ging es dennoch und wir hatten wieder viele tolle Gespräche. Am Abend waren wir noch bei einem Vortrag von Gunter Demnig, der bekanntlicherweise an vielen Orten der Welt unter anderem Stolpersteine verlegt. Gegen 19.30 planten Neonazis einen so genannten Flashmob in Apolda, welchen wir ´“besuchen“ wollten um eventuelle Straftaten dokumentieren zu können. Als wir am Treffpunkt der rassistischen Neonazis ankamen, war niemand da außer die Polizei. Ich denke mal die haben entweder gekuscht, wie an so vielen Orten von denen ich Signale erhalten habe, dass niemand da war oder sie waren an einem anderen Ort. Jedenfalls waren wir gut vorbereitet wie immer. Morgen gehts wieder zeitig los und ab 14 Uhr sind wir bei der Verlegung von Stolpersteinen in Apolda und später bin ich beim Redaktionsgespräch bei der Thüringer Allgemeine in Apolda eingeladen und bin sehr gespannt darauf.

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14.08.2009 Wahlkampf u.a. mit Doris in Rohrbach, Sachsenhausen, Leutenthal und Wohlsborn

Heute morgen begann unsere Tour in Rohrbach einem schönen Dorf, in dem die Einwohner schon in den Morgenstunden sehr aktiv sind. Der Gemeindesaal wurde gerade geputzt als wir ankamen. Als wir in Rohrbach mit dem wahlkämpfen fertig waren wollten wir einfach weiter aber es kam dann doch anders. Plötzlich kam ein Anruf. Material für Apolda fehlt und die Verteiler kommen heute noch und holen es ab. Also mussten wir umdisponieren und der nächste Ort und leider auch unsere Genossin Doris mussten auf uns warten. Alles halb so wild. Wir fuhren zum Materiallager und holten weitere 4000 Kandidatenkarten für die Verteilung in Apolda und brachten sie zur Verteilerstelle. So war alles wieder in Ordnung und wir konnten weiter auf die Tour gehen. Die zeitliche Verzögerung hatte einen Vorteil, wir erreichten noch mehr Leute in den nächsten Orten, da die meisten Menschen tatsächlich Freitag ab eins ihren eigenen Dingen nachgingen und Zeit für uns hatten. Es war ein anstrengender aber schöner Wahlkampftag und wir haben sogar GenossInnen in Orten getroffen, bei denen wir nicht wussten, dass wir dort welche haben. Die Tour lohnt sich jetzt schon auch mit Blick auf die Entwicklung der Partei, konstatierten wir als wir für heute Feierband machten. Morgen gehts weiter…

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13.08.2009 Wahlkampf mit Gabi in Groß- und Kleinobringen und Heichelheim

 Heute waren wir in Großobringen, Kleinobringen und Heichelheim. In Heichelheim rief jemand: “Ach schau die SPD, hier?” Das klärten wir ganz schnell auf und erklärten, dass die mit den roten T-Shirts zumindest in diesem Wahlkreis LINKE sind. Außerdem waren in den Briefkästen viel zu viele Zeitungen der rechtsextremistischen und antidemokratischen NPD. In allen drei Dörfern sprachen wir auch über die vielen NPD Plakate und bemerkten, dass jeder und jede eine eigene Methode im Umgang mit diesen Plakaten hat. Interessant war, dass wir in einer so genannten CDU Hochburg auf linke Wähler_innen trafen, die sich gefreut haben, dass wir endlich mal wieder da waren. Aufgrund der zahlreichen Übergriffe durch Neonazis rufe ich der herrschenden Politik zu: „Hitlers Nachgeburt ist auf dem Weg nach oben, verbietet sie endlich, zerschlagt ihre Strukturen und nehmt ihnen die Grundlage“. NPD Verbot sofort!

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12.08.2009 Wahlkampftag 7 in Niederreißen und Umgebung mit Kerstin

Der heutige Tag führte uns von Niederreißen, Oberreißen, nach Nirmsdorf und Willerstedt. Gemeinsam mit Kerstin aus Apolda haben wir wieder flächendeckend unsere Zeitung und den Kandidatenflyer verteilt. Gleich in Niederreißen bemerkten wir, dass wir nicht alleine sind. Ein älteres Päärchen verteilte einen Flyer der CDU in dem man nachlesen kann, wie man bei der Briefwahl entweder Mike Mohring oder Christine Lieberknecht wählen kann. Das Ganze als Beispiel beschrieben und schon wird einem wieder bewusst, wo man sich befindet und mit welchen Tricks hier gearbeitet wird. Meine Freundin und ich waren uns schnell einig, dass es zwar nett ist, auf die Möglichkeit der Briefwahl hinzuweisen, aber ein bisschen befremdlich finden wir die Beispielpersonen auf dem Flyer schon. Die 2 netten Menschen welche die Flyer verteilten, gaben uns zu verstehen wie toll sie finden, dass wir selbst Wahlkampf machen und der Kandidat selber verteilt. Das fanden sie gut und mit dem Gedanken zogen wir weiter und freuten uns auch über die vielen anderen Gespräche die wir führen konnten und vor allem über die neuen WählerInnen die wir dazu gewonnen haben.

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10.08.2009 Wahlkampftag 5,  mit Karli aufm Dorf, ein großes Dorf Niederroßla.

Heute führte uns unsere Wahlkampftour nach Niederroßla. Dort angekomnen begannen wir sofort mit der Verteilung unserer Materialien. Niemand konnte ahnen, dass wir durch die  angenehmen Gespräche mit den doch zahlreichen Bewohner_innen in Niederroßla unsere Mittagspause sogar verpennen würden. Gegen 13 Uhr brachen wir auf um unsere Tour fortzusetzen. Durch einen starken Regenguss wurden wir aber an der Weiterführung gehindert. Bei Regen sind einfach keine Menschen draußen zu finden und wenn, dann wollen sie ganz schnell nach Hause ins Trockene. Da wir kleine Puffer haben in unseren Planungen konnten wir aber die weiteren Orte einfach verschieben und fuhren halt einfach ins Büro um  uns mit neuem Material einzudecken. Später erfuhren wir noch, dass der DGB Vorsitzende von NPD Nazis angegriffen wurde. Ich werde mich dazu noch äußern, aber morgen ist erstmal ein Tag mit Katja Kipping in Apolda geplant und am Mittwoch kommt Bodo Ramelow 14 Uhr nach Weimar. Dort werde ich auch anwesend sein.

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07.08.2009 Wahlkampftag 4, mit Lothar nach Wersdorf, Pfiffelbach, Liebstedt und Goldbach

Der heutige Wahlkampftag hielt einiges an Überraschungen bereit. So erfuhren wir gleich am Anfang von einigen Bewohner_innen aus Wersdorf, dass es in diesem Jahr kein Wahllokal mehr geben wird, da das Wahllokal in Pfiffelbach ja ausreichend wäre. Die Wahlbeteiligung dürfte diese Regelung, welche auch der CDU zu verdanken ist, nicht steigen sondern eher fallen. In wessen Interesse das liegt, ein Schelm wer Arges dabei denkt. Weiter führte uns die Tour nach Pfiffelbach wo wir den „lokalen Handwerksmeister“ mit Dienstwagen und scheinbar mit Azubi zur Hilfe FDP Plakate klebend trafen. Kurz darauf begegnete uns in Liebstedt noch das tolle „Christine Lieberknecht Auto“, so dass wir das Gefühl hatten, endlich würden sich auch mal die Anderen in den Wahlkampf begeben.  Der Kandidat der Grünen twitterte heute morgen ja lediglich die Frage wann der Wahlkampf beginnt, was angesichts seiner Kandidatenstellung eher belustigt von uns wahrgenommen wurde. In allen Dörfern einschließlich Goldbach führten wir tolle Gespräche und hörten wieder von vielen dass sie uns sowieso gewählt hätten. Als Gold wert erwies sich Lothar, unser Begleiter, den alle kannten und der die Menschen in so manches interessante Gespräch mit mir brachte. Auch meine Freundin, die mich dankenswerterweise jeden Tag so sehr unterstützt , verteilte wieder fleißig unsere Zeitung und die Kandidatenkarte und sprach mit den Menschen, während Amy unser Hund die Dorfbewohner verzückte und damit auch für Gespräche sorgte. Trauriger Abschluss des sonst erfolgreichen Tages war ein Auto mit Neonazis besetzt, welche während der Fahrt eine Hakenkreuzfahne hissten. Leider ging alles zu schnell, so dass wir uns nicht das Auto merken konnten. Morgen geht´s in den Wahlkampf nach Apolda…

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06.08.2009 Wahlkampftag 3, dieses Mal Stobra, Kösnitz und Wormstedt

Heute war der 3. Tag unserer Wahltour durch das Weimarer Land. Mit tatkräftiger Unterstützung durch meine liebe Freundin und Michael Schade (LINKE Apolda) konnten wir die Landtagswahlzeitung tatsächlich zum ersten Mal flächendeckend in den 3 Ortschaften an die Menschen entweder persönlich oder in den Briefkasten überreichen. Auch meine Kandidatenkarten verteilen wir an viele Interessierte. Die Sonne schien, so dass einige Menschen in den Gärten bzw. auf ihren Höfen angesprochen werden konnten. Auch dieses Mal hörten wir häufiger „Euch wählen wir doch schon immer“ oder „Meine Stimme hast du“…. Diese Art von Wahlkampf macht mir einfach Spaß und ich hoffe, dass es weiter so gut läuft und wir die nächsten 3 Wochen flächendeckend den Menschen im Wahlkreis unsere Positionen rüberbringen können. Morgen freue ich mich auf  die Menschen in Wersdorf, Pfiffelbach, Liebstedt und Goldbach.

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05.08.2009 Wahlkampftag 2  Großromstedt, Kleinromstedt Hermstedt und Eckolstedt

Nach dem wir uns an die vielen anfangs bellenden Hunde hinter den Haus-und Hoftüren gewöhnt hatten machte der Direktwahlkampf richtig Spaß. Die Menschen waren super nett und wenn wir sie ansprachen bemerkte man schon, dass sie einiges auf der Seele haben. Die Finanz- und Wirtschaftskrise beschäftigt eigentlich alle und so richtig wird niemandem eine Lösung des Probems zugetraut. Dennoch wurde mir im Gespräch immer wieder signalisiert, dass man in der Partei die LINKE eine Alternative sieht. Nach jedem Gespräch übergaben wir die Wahlzeitung und meine persönliche Kandidatenkarte, damit am Wahltag zur Not noch mal nach dem Namen geschaut werden kann, der auf dem Wahlzettel angekreuzt wird. Nach 7 Stunden intensiven Gesprächen und Flyer verteilen, machten wir uns mit einem guten Gefühl auf den Nachhauseweg und freuen uns schon auf morgen und vor allem auf den Satz den wir öfter gehört haben heute: „Natürlich wählen wir dieses Mal links und „Sie“ sind sehr symphatisch, „Sie“ bekommen meine Stimme sowieso…“ 🙂

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04.08.09 Besuch in Apolda

An diesem wundervollen Tag machten wir uns auf nach Apolda. Eigentlich sollte es nur darum gehen, sich ein Bild von der Tierauffangstation in Apolda zu machen und vielleicht zu schauen ob dort ggf. Hilfe benötigt wird. Alle die schon mal ein Tierheim oder eine Auffangstation von innen gesehen haben wissen, dass es meist viel Arbeit bedeutet. Da meine Freundin und ich selber Haustiere haben und wir besonders auch an Hunden interessiert sind, war für uns dieser Besuch eher Ehrensache. Am Gelände angekommen fanden wir ein weit auslandendes Grundstück welches von einem nicht angeleinten Hund bewacht wurde. Schilder wiesen uns darauf hin nicht weiter zu gehen und der große Hund auf dem Grundstück tat sein Übriges, dass auch jede und jeder sich daran hält. Ein Anruf beim „Hundevater“ bei dem es Termine gibt, wurde kurz und bündig mit „Nein wir haben die nächsten Wochen keine Termine frei“ beantwortet, was schon stark verwundert, angesichts der vielen bellenden Hunde auf dem Gelände. Leider ist der Blick auf die Zwinger durch viele Bäume, Blätter und meterhohe Brennesseln versperrt. Ein zufällig anwesender Herr wies uns darauf hin, dass es schon bessere Zeiten hier gegeben hat. Als ich mich ihm gegenüber outete, sprach er intensiver über sein Erlebtes von früher und sagte, dass hier für mich als „LINKEN“ nichts zu holen sei, der Chef wäre CDU und hätte auch so genug Einfluss in der Stadt Apolda und kenne jeden, so dass da eh nix machbar wäre. Ich gab dem Mann meinen Personenflyer und bat ihn um seine Stimme zur Landtagswahl und garantierte ihm, dass ich mich weiter kümmern werde. Dann gingen wir ein Stück die Straße runter und ein weiteres Gebäude fiel uns auf. Eine Baracke von außen vergittert. Ein Wachmann und ein Hausmeister standen draußen. Als ich fragte ob es die Möglichkeit gäbe sich mal das Asylbewerberheim von innen anzusehen, wurde mir gesagt, dass ich mich da schon an die Stadtverwaltung wenden möchte. Um unnötige Auseinandersetzungen zu vermeiden sahen wir von einem Besuch des Asylbewerberheims ab, wurden aber über die widrigen Umstände innerhalb des Hauses informiert. Da ich einige Erfahrungen mit solchen Einrichtungen aus meiner politischen Arbeit habe, werde ich anregen hier über Anfragen im Stadtrat Informationen zu bekommen. Mir wurde schon aus „grüner“ Ecke signalisiert, dass ich mir bei bestimmten Themen Beulen in der „CDU Stadt “ Apolda hole. Da habe ich nun zum zweiten Mal heute gehört. Ein Grund mehr dran zu bleiben. Wann wenn nicht jetzt…

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