Eine neue LINKE ist vor allem auch für Linke Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wichtig!

31. Mai 2012

In Zeiten wie diesen kursieren viele viele Aufrufe für eine neue Parteispitze meiner Partei sowohl durchs Netz als auch durch die reale Welt.  Einer davon kommt von der AG Betrieb & Gewerkschaft, deren Landessprecher in Thüringen ich vor einiger Zeit noch war. Dieser Aufruf spricht weder für alle Gewerkschafter_innen in der Partei noch spricht er mir und einigen meiner Kolleg_innen zu. Aus diesem Grund veröffentlichen wir einen kleinen aber feinen Aufruf unter dem Titel:

 Eine neue LINKE ist vor allem auch für Linke Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wichtig!

Wir wollen mit diesem kurzen Text zeigen, dass wir uns einen Parteivorstand mit Katja Kipping und Katharina Schwabedissen als Doppelspitze durchaus auch als Gewerkschafter_innen vorstellen können. Wer das auch so sieht ist aufgerufen sich in Göttingen entsprechend zu verhalten. Ihr  habt die Wahl und auch die Möglichkeit euch zu Wort zu melden. Nutzt sie bitte auch.

Hier unser Aufruf: Eine neue LINKE ist vor allem auch für Linke Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wichtig!

Wir ein kleiner Kreis von unterzeichnenden linken Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter melden uns kurz vor dem Bundesparteitag in Göttingen zu Wort, weil wir meinen, dass  DIE LINKE ihre für uns  sehr wichtige Rolle im pluralen Spektrum politischerMeinungs- und Willensbildung  spielen sollte. DIE LINKE als gesamtdeutsche Partei trägt wesentlich dazu bei, dass die Interessen der abhängig Beschäftigten, welche wir gemeinsam Tag für Tag in unseren täglichenAuseinandersetzungen vertreten,  in der Öffentlichkeit Gehör finden. Im Moment haben wir allerdings Angst, dass uns diese Stimme abhanden kommt. Für uns linke Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter ist der Dialog zwischen Parteien,  Gewerkschaften und sozialen Bewegungen wichtig,  weil die Kämpfe fürdie Interessen der Beschäftigten nicht losgelöst von anderen gesellschaftlichen Kämpfen sind. Kämpfe können dann erfolgreich sein, wenn sie auf der Höhe der Zeit ausgefochten werden. Genauso wie wir Gewerkschaften für das 21. Jahrhundert brauchen, brauchen wir Parteien, die im 21.Jahrhundert angekommen sind und die die soziale Frage als aktuelle Frage verstehen: demokratischer Sozialstaat, ökologische Umgestaltung der Gesellschaft und Produktion, nichtautoritäre Politik, Freiheitsgewinn fürJede/n und viel mehr Demokratie in Wirtschaft und Gesellschaft – das sind die für uns wichtigsten Themen.

Die Kandidatur von Katharina Schwabedissen und Katja Kipping zum Parteivorsitz der LINKEN ist für uns ein Zeichen, dass DIE LINKE sich diesen Herausforderungen wirklich stellen will – ohne eine solidarische Kritik gegenüber Gewerkschaftspositionen missen zu lassen, aberauch ohne eine solidarische Kritik an eigenen Positionen zu missachten. Daher rufen wir als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter  auf, die Kandidatur von Katharina Schwabedissen und Katja Kipping zum Parteivorsitz der LINKEN zu unterstützen.   

Unterstützer/innen:

Sandro Witt: politischer Sekretär des DGB Thüringen / stellv.Landesvorsitzender die LINKE Thüringen,  

Benjamin Brusniak: jugendpolitischer Sprecher des Parteivorstandes die LINKE, Gewerkschaftssekretär IG BAU

Thomas Elstner: DGB Kreisvorsitzender Gera & Mitglied die LINKE Gera

Willi Lüpkes:  Teamer und Sozialberater,  KV Oldenburg, ver.di Ortsvereinsvorstand Oldenburg/Umland

Jens Löbel: Gewerkschaftssekretär und Mitglied die LINKE Jena

Peter Lückmann: Initiative Soziale Gerechtigkeit Gera, Gewerkschaftsmitglied und LINKE Pößneck

Fragen und Anregungen an: switt@die-linke-thueringen.de

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Neues Papier unseres Chefvolkswirts Michael Schlecht zu Prekärer Beschäftigung

26. Mai 2012

Neues Papier: Prekäre Beschäftigung

Die Lebensrealität tausender prekär Beschäftigter wird von der Regierung konsequent verdrängt. Sie bejubelt immer wieder das vermeintliche „Beschäftigungswunder“ in Deutschland. Auch wenn in der Statistik rund eine Million Arbeitslose nicht mitgezählt werden, ist Arbeitslosigkeit in der Tat zurückgegangen. Auch die Zahl der Beschäftigten ist gestiegen. Aber hinter dieser scheinbaren Erfolgsbilanz verbirgt sich die brutale Realität einer beständigen Verschlechterung der Arbeitssituation.  Zum Download auf: www.michael-schlecht-mdb.de


Thüringer LINKE Vize Sandro Witt fordert nach NRW Wahl Zusammenrücken und Beisammenstehen innerhalb der Partei.

13. Mai 2012

 

Thüringer LINKE Vize Sandro Witt fordert nach NRW Wahl Zusammenrücken und Beisammenstehen innerhalb der Partei. „Nicht die Personalfragen sondern die Umsetzung des „Erfurter Programms“ müssen vordergründig diskutiert werden.“

Zum schlechten Abschneiden und damit zum Ausscheiden der Fraktion die LINKE aus dem Landtag von NRW erklärt der Thüringer LINKE Vize Sandro Witt:…

„Die Wahlkämpfer_innen meiner Partei haben im größten deutschen Bundesland einen sehr engagierten und zielgerichteten Wahlkampf gemacht. Leider ist es nicht gelungen, die vielen guten Vorschläge und Aktivitäten der letzten beiden Jahre Landtagsarbeit, dem Wähler nahezubringen. Ich denke, dass meine Genoss_innen in NRW diese Ergebnis aufarbeiten und jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken. Ich bedanke mich für den engagierten Wahlkampf und fordere aber gleichzeitig zu Geschlossenheit auf. Es hat sich gezeigt, dass öffentlicher Streit um Personen eben nicht dazu führt, dass Wähler_innen Vertrauen gewinnen. Diesen Vorwurf mache ich allen, die lautstark immer wieder die Führungsdebatte auch während der Wahlkämpfe über die Öffentlichkeit geführt haben.“

Der kommende Bundesparteitag muss genutzt werden zur Sacharbeit zurück zu kehren. „Es geht nicht um die linkere oder pragmatischere Strömung innerhalb der Partei, sondern um die Umsetzung eines mit großer Mehrheit in Erfurt beschlossenen Parteiprogramms.“

„Ich fordere den Parteivorstand und die Landesvorsitzenden auf, dass gemeinsame Treffen am Dienstag zu nutzen näher zusammen zu rücken und sich bewusst zu werden, dass es darum gehen muss unser Programm nicht mehr nur als Papier in der Tasche herumzutragen, sondern dafür zu sorgen, dass wir es auf allen Ebenen der Politik auch in die Diskussion und Umsetzung bekommen. Wir brauchen jetzt einen Vorstand, der die persönlichen Befindlichkeiten zurück stellt. Und wir brauchen Genoss_innen im Vorstand welche bereit und in der Lage sind Brücken zwischen den unterschiedlichsten Akteur_innen zu schlagen. Die Delegierten des Parteitages im Juni in Göttingen sollten genau nach diesem Maßstab ihre Wahl treffen. Wir brauchen letztlich keinen Neustart sondern Zusammenhalt und Solidarität. Diese, übrigens urgewerkschaftlichen Grundsätze, werden uns weitere politische Erfolge bringen und nicht das öffentliche Streiten über Personen, erklärt der Thüringer LINKE Vize Witt abschließend.