Willkommen

3. Mai 2009
Sandro Witt

Liebe Mitmenschen,

Mit dieser Internetpräsenz möchte ich Sie auch weiterhin über meine politische Arbeit auf dem Laufenden halten. Wenn Sie Fragen zu meiner Person haben oder sich anderweitig über meine Ziele und Vorstellungen erkundigen wollen, können Sie sich jederzeit perEmail an mich wenden. Den entsprechenden Kontakt finden Sie auf dieser Website.  Als Gewerkschaftssekretär des DGB Thüringen und seit 5. November 2011 stellv. Landesvorsitzender der Partei die LINKE in Thüringen,  werde ich sowohl die Arbeit der Landtagsfraktion meiner Partei solidarisch und kritisch begleiten aber auch die neue Landesregierung nicht aus dem Auge verlieren. Weiterhin werden sie mich auch aktiv im Weimarer Land erleben. Der gemeinsame Kampf für demokratisches und solidarisches Miteinander hört nie auf und auch extrem rechte und menschenfeindliche Einstellungen gilt es zurück zu drängen. Ich freue mich auf ihre Anregungen für meine Arbeit und hoffe sie haben keine Angst, sondern melden sich einfach wenn der Schuh drückt.

Unter der Rubrik Termine finden sie Möglichkeiten, zu denen sie mich antreffen und natürlich auch gerne ansprechen können.

Ihr Sandro Witt

Die große Finanzmarktkrise

Der Erfurter Lokalsender Radio Frei sprach mit Prof. Dr. Dr. Helge Peukert, von dem auch ich während meines Studiums an der „Akademie der Arbeit“ in Frankfurt am Main sehr viel gelernt habe, über die Wirtschaftskrise und deren politische Zusammenhänge. Ein hörenswertes Intervies welches von Carsten Rose geführt wurde.

Das Interview zum Nachhören

Außerdem hier dokumentiert meine Rede auf einer Montagsdemo für soziale Gerechtigkeit in Gera

 


PO­GRO­ME VER­HIN­DERN BEVOR SIE ENT­STE­HEN! An­ti­ras­sis­ti­sche De­mons­tra­ti­on am 9.​11.​2013 in Greiz

3. November 2013

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PO­GRO­ME VER­HIN­DERN BEVOR SIE ENT­STE­HEN! An­ti­ras­sis­ti­sche De­mons­tra­ti­on am 9.​11.​2013 in Greiz

Ich rufe gemeinsam mit vielen weiteren Aktiven alle An­ti­fa­schist*innen und An­ti­ras­sist*innen dazu auf, sich an der Demo am 9.​11. (12 Uhr, vor dem Ar­beits­amt in der Bru­no-​Ber­g­ner-​Stra­ße) in Greiz zu be­tei­li­gen. Lasst uns Po­gro­me ver­hin­dern, bevor sie ent­ste­hen! Wir so­li­da­ri­sie­ren uns mit allen Flücht­lin­gen in Greiz und an­ders­wo. Für eine so­li­da­ri­sche Ge­sell­schaft jen­seits von Dis­kri­mi­nie­rung und Volks­ge­mein­schaft. Blei­be­recht für alle!

Pohlitz. Ein Plat­ten­bau­ge­biet am Rande der ost­thü­rin­gi­schen Kreis­stadt Greiz. Die schein­ba­re Ruhe ist seit ei­ni­gen Wo­chen ge­trübt. Seit An­fang Sep­tem­ber de­mons­triert jeden Frei­tag eine so­ge­nann­te „Bür­ger­i­ni­ta­ti­ve“ gegen ein kurz­fris­tig neu er­öff­ne­tes Wohn­heim für Flücht­lin­ge. Ein Blick auf die Agen­da der Bür­ger­initia­ti­ve zeigt schnell: es han­delt sich um ras­sis­ti­sche Kli­schees und Res­sen­ti­ments, die be­ste­hen­de Ängs­te und Vor­ur­tei­le der Be­völ­ke­rung auf­greift und ge­zielt ver­stär­ken soll. Hin­ter der In­itia­ti­ve ste­hen or­ga­ni­sier­te Nazis aus Greiz und dem Vogt­land­kreis, allen voran David Kö­ckert aus dem Um­feld der Ka­me­rad­schaf­ten „Brau­ne Teu­fel Vogt­land“ und „Rech­te Ak­ti­ons­front“ (RAF) sowie Kevin Pahn­ke, Füh­rungs­ka­der der „RNJ Vogt­land“.

Greiz 1991 – Greiz 2003 – Greiz 2013. Eine er­schre­cken­de Kon­ti­nui­tät. Be­reits im Ok­to­ber 1991 gab es einen or­ga­ni­sier­ten Über­fall auf eine Flücht­lings­un­ter­kunft in Greiz-​Irch­witz. Ende Ja­nu­ar 2003 ver­such­ten Grei­zer Nazis, die Un­ter­kunft in Irch­witz in Brand zu ste­cken. Und im Jahr 2013 be­schwö­ren or­ga­ni­sier­te Ras­sist*innen seit Wo­chen mit Fa­ckel­mär­schen die „Volks­ge­mein­schaft“. Auch wenn die tak­ti­sche Über­le­gung der Nazis und ihrer „Bür­ger­initia­ti­ve“ nicht auf­ging, die Grei­zer Be­völ­ke­rung mehr­heit­lich gegen Mi­grant*innen zu mo­bi­li­sie­ren, so ist trotz­dem ein ge­fähr­li­ches Es­ka­la­ti­ons­po­ten­ti­al vor­han­den. Ber­lin-​Hel­lers­dorf und Ros­tock-​Lich­ten­ha­gen sind nur zwei Bei­spie­le unter vie­len. Der 9.​11. ist auch Ge­denk­tag an die Po­grom­nacht, die sich mitt­ler­wei­le zum 75. Mal jährt. Die zahl­lo­sen Er­mor­de­ten, Miss­han­del­ten und an­schlie­ßend De­por­tier­ten mah­nen uns, die Fol­gen von Ras­sis­mus, Na­tio­na­lis­mus, An­ti­se­mi­tis­mus und sämt­li­chen an­de­ren dis­kri­mi­nie­ren­den Ein­stel­lun­gen nie­mals zu ver­ges­sen!

Wir wen­den uns am 9.​11. nicht al­lein gegen den rech­ten Mob, der sich auf den Stra­ßen ver­sam­melt. Ras­sis­ti­sche Dis­kri­mi­nie­rung hat viele Ge­sich­ter. Die „Fes­tung Eu­ro­pa“ rüs­tet auf, er­tränkt Flücht­lin­ge im Mit­tel­meer oder in­ter­niert sie in La­gern. Auch im Land­kreis Greiz sind Ge­flüch­te­te in so­ge­nann­ten „Ge­mein­schafts­un­ter­künf­ten“ un­ter­ge­bracht, die doch nichts an­de­res als Lager sind, unter ent­wür­di­gen­den Be­din­gun­gen. Zudem gilt im Land­kreis Greiz nach wie vor das „Gut­schein­sys­tem“. Flücht­lin­ge be­kom­men kein Bar­geld aus­ge­zahlt, son­dern müs­sen zu über­teu­er­ten Prei­sen in aus­ge­wähl­ten Ge­schäf­ten mit Gut­schei­nen be­zah­len. Dies sind nur Bei­spie­le einer lan­gen Liste in­sti­tu­tio­nel­ler Dis­kri­mi­nie­run­gen.

Wir rufen alle ak­ti­ven An­ti­fa­schist*innen und An­ti­ras­sist*innen dazu auf, sich an der Demo am 9.​11. (12 Uhr, vor dem Ar­beits­amt in der Bru­no-​Ber­g­ner-​Stra­ße) in Greiz zu be­tei­li­gen. Lasst uns Po­gro­me ver­hin­dern, bevor sie ent­ste­hen! Wir so­li­da­ri­sie­ren uns mit allen Flücht­lin­gen in Greiz und an­ders­wo. Für eine so­li­da­ri­sche Ge­sell­schaft jen­seits von Dis­kri­mi­nie­rung und Volks­ge­mein­schaft. Blei­be­recht für alle!

die An­ti­fa­schis­ti­schen Grup­pen des Vogt­lan­des (AGV)

Weitere Infos finden sich unter: http://agv.blogsport.de/infos0911/


DGB Jugend legt 8. bundesweiten Ausbildungsreport vor. Ausbildungsqualität nicht verbessert. Unabhängige Prüfstellen gefordert.

6. Oktober 2013

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Auch in diesem Jahr hat die DGB Jugend wieder eine bundesweite Befragung von Auszubildenden durchgeführt um deren Sichtweise auf die Qualität der eigenen Ausbildung herauszufinden. Da der so genannte DGB Ausbildungsreport, der gleichzeitig eine wissenschaftlich fundierte Studie ist, zum 8. Mal erscheint, lassen sich über den gesamten Zeitraum Entwicklungen der Ausbildungssituation in unterschiedlichen Branchen nachzeichnen. Mit der Grafik die über diesem Artikel steht, lässt sich auf einfache Art und Weise darstellen, welche Ausbildungsberufe im letzten Jahrzehnt die mitunter schlechtesten Bewertungen von den jungen Menschen selbst bekam. Deutlich wird an dieser Stelle auch, dass schlechte Qualität sich herum spricht und junge Menschen durchaus bewusst die Entscheidung gegen eine Ausbildung bspw. im Hotel- und Gaststättenbereich treffen. Am Beispiel des Ausbildungsberuf „Restaurantfachmann/Frau“ lässt sich recht leicht erklären, welche Folgen fehlende Qualitätsentwicklung für die Fachkräfteentwicklung hat. Fand sich dieser Beruf in den letzten Jahren zwar immer auf den letzten Plätzen im Report, ist er seit 2013 auf dem Platz 35 und damit nicht mehr unter den 25 häufigsten Ausbildungsberufen. Das lässt darauf schließen, dass viele junge Menschen ihre Zukunft eben nicht mehr in diesem Beruf sehen. Wenn sich im HoGa Bereich nicht endlich eine Qualitätsentwicklung abzeichnet wird es bei den „Köch_innen“ & „Hotelfachmann/Frau“ angesichts der nicht besetzten Ausbildungsstellen und den massiven Abbrecherquoten die gleiche negative Entwicklung geben.

Auch im 8. Jahr ist der Ausbildungsreport eine lesenswerte Studie nicht nur für junge Menschen die eine Entscheidungshilfe brauchen sondern vor allem für die Ausbildungsverantwortlichen in den unterschiedlichsten Branchen. Für die Entwicklung und Überwachung der Ausbildungsqualität sind aber in Deutschland nach aktueller Gesetzeslage auch die Kammern zuständige Stellen. Diese haben sich aber in den letzten Jahren immer mehr zu selbstbewussten politischen Akteuren entwickelt und kommen weitestgehend ihrem eigentlichen gesetzlichen Auftrag immer weniger nach. Diese Entwicklung wird und muss zu einer Debatte in der Berufsbildung führen, wer denn diese hochsensible Aufgabe zur Überwachung und Weiterentwicklung der Ausbildungsqualität übernehmen kann, wenn sich IHK / HWK und andere Zuständige der Aufgabe nicht wirklich stellen. Die Antwort der DGB Jugend als eine der Erkenntnisse aus dem Report klingt durchaus nach einer überlegenswerten Alternative.

Wenn die Kammern ihrem gesetzlichen Auftrag nicht nachkommen, brauchen wir unabhängige Kontrollinstanzen. Diese Debatte muss konsequent in den nächsten Jahren geführt werden.

Weitere wesentliche Ergebnisse:

Während sich 63,2 % der Auszubildenden vorstellen können auch nach der Ausbildung im erlernten Beruf weiter zu arbeiten, wussten gerade einmal 29,6 % der Auszubildenden zum Zeitpunkt der Befragung, dass sie im Anschluss an ihre Ausbildung übernommen werden. Im Dritten Ausbildungsjahr hatten 45,5 % und damit jede/r 2. Befragte noch keine Aussage zur Übernahme nach der Ausbildung.

Für 23,4 % und damit für fast jede/n 4. Auszubildende/n ist der Ausbildungsberuf ausdrücklich nicht der Wunschberuf, sondern eine nicht geplante Alternative. Dies hat weitreichende Folgen, auf die im Report ausführlich eingegangen wird.

Wenn im Betrieb eine Interessensvertretung (JAV oder Betriebs-Personalrat) existiert, steigt die Ausbildungszufriedenheit. Während in Betrieben mit Interessensvertretung 82 % der Befragten mit ihrer Ausbildung sehr zufrieden bzw. zufrieden sind, sind es in mitbestimmungsfreien Betrieben nur 63 %. Andersrum sind in Betrieben mit Interessensvertretungen nur 3,7 % der Befragten absolut unzufrieden. Ohne Mitbestimmung im Betrieb steigt dieser Wert auf 11,1 %. Das alles spricht eindeutig für Jugend- und Auszubildendenvertretungen zur Steigerung der Zufriedenheit mit der Ausbildung.

Konsequenzen und Forderungen:

Als Konsequenzen aus dem Ausbildungsreport ergeben sich für die DGB Jugend u.a. folgende Forderungen:

1. Eine gesetzlich geregelte Ausbildungsgarantie für alle Ausbildungsinteressierten
2. eine gute Ausbildungsqualität und keine verkürzte Schmalspurausbildung
3. ein engagiertes Vorgehen bei Verstößen gegen gesetzliche Regelungen und Verordnungen durch zust. Stellen
4. die Beseitigung der Benachteiligung weiblicher Auszubildender
5. Erhalt und Verbesserung des Jugendarbeitsschutzgesetzes
6. eine unbefristete Übernahme aller Auszubildenden

Der 8. Ausbildungsreport

Weitere Infos unter: http://www.dgb-jugend.de/ausbildung


Kurzinfo Treffen der AG Betrieb & Gewerkschaft Thüringen in Gera

27. September 2013

Am 26.09. trafen sich die Mitglieder der Delegiertenkonferenz der AG Betrieb und Gewerkschaft die LINKE Thüringen in Gera um die turnusmäßigen Wahlen durchzuführen. Das landesweite Treffen fand gemeinsam mit der LAG Hartz IV statt.

Nach dem der gewerkschaftspolitische Sprecher und Thüringer LINKE Vize Sandro Witt eine kurze Auswertung der Bundestagswahl vorgetragen hatte, entspann sich eine entsprechend kritische Diskussion um die Frage der Durchsetzbarkeit von gewerkschaftlichen Positionen. Rot – Rot – Grüne Mehrheiten um einen gesetzlichen Mindestlohn (u.a.) endlich einzuführen, gab es ja nicht nur nach der Bundestagswahl 2013 sondern bereits in früheren Zeiten. Nur werden diese Mehrheiten im Interesse der Mehrheit der Menschen in diesem Land von SPD und Grünen immer wieder nicht genutzt.

Nach der Debatte ging es an die Wahl der Delegierten sowohl für den Landesparteitag im November in Thüringen, als auch für die Bundesdelegiertenkonferenz der AG B & G vom 26.-27. Oktober in Berlin.

Als Delegierter für den Parteitag am 16. und 17. November in Suhl wurde der Geraer DGB Kreisvorsitzende Thomas Elstner gewählt.

Als Delegierte für die Bundeskonferenz in Berlin wurden gewählt:
1. Der Sprecher der Landes AG Sandro Witt
2. Thomas Elstner (AG Betrieb und Gewerkschaft Gera)

Als Ersatzdelegierte stehen Brigitte Czentarra (AG B & G Erfurt) für den Landesparteitag und Hans Jürgen Czentarra (Erfurt) für die Bundeskonferenz.

Das nächste landesweite Treffen der AG Betrieb und Gewerkschaft der Partei die LINKE Thüringen wird wieder gemeinsam mit der LAG Hartz IV stattfinden. Die Mitglieder einigten sich auf den Februar 2014 und wollen die Chance nutzen, dies mit einer Veranstaltung und Diskussion zum bedingungslosen Grundeinkommen verbinden zu der unsere Parteivorsitzende Katja Kipping eingeladen werden soll.


Free Cuban Five! Eine Spitzenaktion braucht Eure Unterstützung

4. September 2013

Ein Staat, der sich dem weltweiten „Krieg gegen den Terror“ verschrieben hat, fördert die Aktivität terroristischer Gruppen im eigenen Land. Jene hingegen, die versuchen, diese Paramilitärs zu stoppen, verurteilt er, den Rest ihres Lebens im Gefängnis zu verbringen.

Dies ist kein Horrormärchen. Es ist die Kurzzusammenfassung des Falles der „Cuban Five“. Fünf Kubaner wurden in den USA zu drakonischen Strafen verurteilt, weil sie ihr Land gegen vom Boden der USA aus organisierte Terrorangriffe schützen wollten. Seit 1959 wurden mehr als 3400 Kubanerinnen und Kubaner bei solchen Anschlägen getötet.

Am 12. September ist es 15 Jahre her, dass die Cuban Five in US-Gefängnisse gesperrt wurden, und immer noch ist der Fall kaum bekannt. Deshalb steigen Aktivisten an diesem Tag mit der Forderung nach Freilassung der fünf Kubaner auf die Zugspitze. Ihre Aktion erklären sie auf http://www.spitzenaktion.de. Dort finden sich auch Hintergrundinformationen.

Das Gelingen der Aktion hängt von ihrer massenhaften Verbreitung über das Internet ab. Dazu brauchen wir Eure Unterstützung.

Dies ist auf verschiedene Weise möglich:

✗ Unterzeichne den Aufruf
✗ Verbreite ihn über Deinen E-Mail-Verteiler
✗ Share die Spitzenaktion über die sozialen Netzwerke
✗ Besuche am 12.September http://www.spitzenaktion.de und begleite die Aktion

Zug um Zug zur Freiheit für die Cuban Five!

Verantwortlich: Netzwerk Cuba Informationsbüro e.V. Weydingerstr. 14-16, 10178 Berlin

Kontakt: spitzenaktion@web.de

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Spannender Termin am 31.8. in Esslingen. Blockadekonferenz und Podiumsdiskussion.

17. August 2013

Für das letzte Augustwochenende erreichte mich eine spannende und interessante Einladung von befreundeten Antifaschist_innen aus Baden Württemberg. Auf einer Blockadekonferenz in Esslingen soll ich zum Einen über den politischen Kampfbegriff „Extremismus“ in einem Workshop informieren und dann an einem Podium zum Thema „Nazis blockieren?! Chancen, Grenzen und Perspektiven antifaschistischer Blockaden“ diskutieren. Auf dem Podium werden neben mir Vertreter_innen verschiedener gesellschaftlicher Akteure sitzen: Thomas Trueten vom Bündnis für Versammlungsfreiheit, Astrid Rothe-Beinlich (Bündnis90/Die Grünen, Vize-Präsidentin des Thüringer Landtages) und ein organisierter Antifaschist aus dem Raum Stuttgart. Angefragt ist außerdem ein Vertreter eines Blockadebündnisses, dass in der Vergangenheit bereits erfolgreich Blockaden organisiert hat. Ich freue mich über diese Einladung und werde dieser auch folgen und am 31.8. in Esslingen dabei sein. Den Aufruf zur Konferenz möchte ich hier dokumentieren. Vielleicht fühlen sich noch weitere Menschen angesprochen in Esslingen dabei zu sein. Ein besonderer Dank geht an meinen lieben Freund Ben, der auch einen lesenswerten Blog betreibt, den ihr unter http://benbrusniak.wordpress.com/ findet.

Der Aufruf:

Immer wie­der ver­su­chen Fa­schis­ten, auch hier in Ba­den-Würt­tem­berg, durch Kund­ge­bun­gen oder De­mons­tra­tio­nen die Öf­fent­lich­keit zu er­rei­chen – doch wo sie auf­tre­ten wer­den sie mit an­ti­fa­schis­ti­schem Wi­der­stand kon­fron­tiert. Ge­ra­de Zi­vi­ler Un­ge­hor­sam in Form von Blo­cka­den schaff­te es dabei in den letz­ten Jah­ren immer wie­der, Na­zi­auf­mär­sche zu ver­hin­dern oder stark ein­zu­schrän­ken. Die wohl er­folg­reichs­te Ge­schich­te ist die des ehe­mals größ­ten re­gel­mä­ßi­gen Na­zi­auf­marschs in Eu­ro­pa, der jedes Jahr im Fe­bru­ar in Dres­den statt­fand: Zwei Jahre in Folge blo­ckier­ten über zehn­tau­send An­ti­fasch­t­in­nen und An­ti­fa­schis­ten die an­ge­mel­de­te De­mons­tra­ti­ons­rou­te so, dass es 2012 nicht ein­mal mehr zu einem Auf­marsch­ver­such kam. Auch in Ba­den-Würt­tem­berg gab es in den letz­ten Jah­ren er­folg­rei­che Blo­cka­den: In Hei­del­berg und Karls­ru­he konn­ten die Nazis kei­nen Meter lau­fen, in Mann­heim muss­te die De­mo­rou­te stark ver­kürzt wer­den und in Pforz­heim wurde ein Groß­teil der Fa­schis­ten davon ab­ge­hal­ten, zum Kund­ge­bungs­ort zu ge­lan­gen.
Doch an­ge­kün­dig­te Blo­cka­de­ak­tio­nen sind lei­der nicht immer er­folg­reich. Denn wo Ober­bür­ger­meis­ter man­cher­orts in der ers­ten Reihe der Blo­cka­de sitzt, ver­su­chen Stadt­ver­wal­tun­gen an­de­ren­orts durch Ge­heim­hal­tung, All­ge­mein­ver­fü­gun­gen und Hetz­kam­pa­gnen jeg­li­chen spür­ba­ren Pro­test zu un­ter­bin­den. Groß­ein­sät­ze der Po­li­zei und mas­sen­haf­te In­ge­wahrs­am­nah­men zeig­ten die­ser Ak­ti­ons­form in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der Gren­zen auf. Ein trau­ri­ges Bei­spiel hier­für ist der 06.10.12 in Göp­pin­gen, denn er zeigt auch: Wo Nazis un­ge­hin­dert durch die In­nen­stadt mar­schie­ren kön­nen und ihnen der Weg mit Pfef­fer­spray und Schlag­stock frei­ge­prü­gelt wird, fol­gen wei­te­re Auf­mär­sche. In Göp­pin­gen ist für den 12.10.13 be­reits die nächs­te Na­zi­de­mons­tra­ti­on an­ge­mel­det. Doch auch diese wird nicht ohne di­rek­ten Ge­gen­pro­test statt­fin­den. Im Hin­blick dar­auf heißt es:

Hin­schau­en und sich in Work­shops und an In­fo­ti­schen über Na­zi­struk­tu­ren und or­ga­ni­sier­te an­ti­fa­schis­ti­sche Ar­beit in Ba­den-Würt­tem­berg zu in­for­mie­ren!

Auf­ste­hen und mit­dis­ku­tie­ren, über Chan­cen und Gen­zen von an­ti­fa­schi­sit­schen Blo­cka­den!

Han­deln, wenn Nazis auf die Stra­ße gehen wol­len – ob am 12. Ok­to­ber in Göp­pin­gen oder an­ders­wo!

Die Veranstalter_innen:

An­ti­fa­schis­ti­sche Ak­ti­on (Auf­bau) Stutt­gart, An­ti­fa­schis­ti­sches Ak­ti­ons­bünd­nis Stutt­gart & Re­gi­on, Ar­beits­kreis Kes­sel­kla­ge, Bünd­nis für Ver­samm­lungs­frei­heit, Ju­gend- und Kul­tur­zen­trum KOMMA Ess­lin­gen, Ver­di-Ju­gend Ba­den-Würt­tem­berg, VVN-BdA Ess­lin­gen

Die Webauf­trit­te und das Programm der un­ter­stüt­zen­den Grup­pen gibt es unter: http://blockadekonferenz2013.tk/

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Zeichen setzten gegen Rassismus und Rechtsextremismus! Wettbewerb „Die Gelbe Hand“ 2013/2014 gestartet!

10. August 2013

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Der Wettbewerb des gewerkschaftlichen Kumpelvereins „Die Gelbe Hand“ findet in diesem Jahr unter anderem unter der Schirmfrauschaft der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht statt. Als Fördermitglied des Vereins würde ich mich über viele Beiträge aus Thüringen natürlich freuen.

„Ihr alle seid aufgerufen, Euch zu beteiligen und mit einem Wettbewerbsbeitrag ein kreatives Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und für ein solidarisches Miteinander zu setzen.“ Mit diesen Worten lädt der gewerkschaftliche Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!“ bereits zum achten Mal zur Teilnahme am Wettbewerb „Die Gelbe Hand“ ein.

Aufgerufen sich zu beteiligen sind Mitglieder der Gewerkschaftsjugend, Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen/-kollegs und alle Jugendlichen, die sich derzeit in einer beruflichen Ausbildung befinden sowie Auszubildende und Beschäftigte aus Betrieben und Verwaltungen.

Es geht darum, mit einem Wettbewerbsbeitrag ein kreatives Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und für ein solidarisches Miteinander zu setzen. Wie der Beitrag gestaltet ist, bleibt der Phantasie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer überlassen. Es gibt viele Möglichkeiten, zum Beispiel Reportagen, Kurzfilme, Fotostories, Ausstellungen und so weiter.

Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb haben die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und der Vorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Klaus Wiesehügel übernommen.

Sie habe das sehr gerne getan, erklärt Christine Lieberknecht, weil der Kumpelverein „mit diesem bundesweiten Wettbewerb engagiert und erfolgreich für gleiche Rechte aller Menschen“ eintritt. Christine Lieberknecht: „Es ist gut so, dass dieses Projekt an einem entscheidenden Hebel ansetzt: in der Arbeitswelt. Eben dort, wo sich Integration in die Gesellschaft am besten verwirklichen lässt. Dort, wo ideale Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe geschaffen werden können, dort, wo die solideste und nachhaltigste Grundlage sozialer und persönlicher Beziehungen und gesellschaftlicher Anerkennung besteht.“

Klaus Wiesehügel erinnert an die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten 1933: „Das Bewusstsein darüber ist für uns, die IG Bauen-Agrar-Umwelt, eine ständige Mahnung, uns aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremes Gedankengut einzusetzen. Wir zeigen mit unseren Initiativen, dass wir Fremdenfeindlichkeit in Berufsschulen und bei der Arbeit nicht tolerieren. Denn in der Gebäudereinigung und im Baugewerbe arbeiten oft Menschen aus unterschiedlichen Ländern und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammen. Meistens klappt das problemlos. Doch dort wo sich Fremdenfeindlichkeit zeigt, sagen wir lautstark: ‚Mach meinen Kumpel nicht an!‘. Wir wollen eine Arbeitswelt ohne Rassismus.“

Zu gewinnen gibt es 1000 Euro für den ersten Preis, 500 Euro für den zweiten Preis und 300 Euro für den dritten Preis. Dazu kommen drei Sonderpreise vom Land Thüringen, der DGB-Jugend Thüringen und der DGB-Jugend Nordrhein-Westfalen, die jeweils mit 500 Euro dotiert sind.

Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 17. Januar 2014.

Die Preisverleihung findet am 12. März 2014 in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt statt. Christine Lieberknecht: „Als Schirmherrin habe ich gerne zugesagt und freue mich auf diese Veranstaltung in der Thüringer Staatskanzlei.“ Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter http://www.gelbehand.de/wettbewerb


Lesenswertes aus und über Italien: Acqua Mortale & Der Tote am Lido

24. Juli 2013

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Während meines Aufenthaltes in Ferrara (Italien) im Rahmen des europäischen Generalstreiks am 14. November 2012 habe ich nicht nur eine ganz neue gewerkschaftliche Streikkultur erleben dürfen, sondern auch einen sehr interessanten Menschen kennengelernt. Christian Försch, der für mich als Dolmetscher ein sehr angenehmer Begleiter war, lebt mit seiner Familie sowohl in Italien als auch in Deutschland. Am Tag meiner Abreise letztes Jahr schenkte er mir seinen Kriminalroman „Acqua Mortale“. Es geht um einen Journalisten namens Kaspar Lunau, der eigentlich wegen eines Gerichtsprozesses um einen durch die Polizei zu Tode geschlagenen Jugendlichen, nach Ferrara reist, um dann aber in einen Sog aus Gewalt, Politik, Lügen und Mord gezogen zu werden, aus dem er gerade so entkommen kann. Nach dem ich dieses hochgradig spannende Buch, welches in Ferrara selbst spielt, gelesen habe, haben wir uns vor einiger Zeit in Berlin auf einen Kaffee wiedergetroffen und ein spannendes Gespräch über den derzeitigen politisch durchaus instabilen Zustand Italiens geführt. Dort gab mir Christian auch die Fortsetzung, also sein neues Buch, welches ebenfalls wieder in der Region um Ferrara spielt und sich unter anderem mit dem Problem der illegalen Muschelzucht und deren Protagonisten auseinandersetzt. In diesem Zusammenhang habe ich Christian eine Frage gestellt, die mich seit dem ersten Buch von ihm nicht in Ruhe gelassen hat:

„Wieso schreibst du Kriminalromane und vor allem wieso über derartige Themen über die in Italien nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird“? Christians Antwort war eindeutig: „Weil ich schreiben muss. Ungerechtigkeiten haben mir noch nie Ruhe gelassen. Es fügt sich einfach alles zu einem Ganzen was dann raus und auf Papier muss!“

Mit dieser Antwort im Kopf und dem Wunsch wissen zu wollen was aus Kaspar Lunau wird, wohin er, der eigentlich nur Features fürs Radio machen wollte und dann ungewollt zum Ermittler in Mordfällen wird, sich entwickeln wird, habe ich dann heute endlich die Zeit gehabt auch das zweite Buch zu lesen. „Der Tote am Lido“ ist ein Buch welches seinen Vorgänger toppt. Am einfachsten lässt es sich vielleicht beschreiben mit einem Zitat aus dem Buch:

„Wie sollte Lunau gegen so jemanden kämpfen? Ohne Waffe? Hendrik hatte Recht. Es war unmöglich. Lunau war an eine Grenze gestoßen. Er hatte sich mit Konzernen und Politikern, mit Bürgerkriegsparteien und modernen Sklavenhändlern in der dritten Welt angelegt. […] Aber für die Organisation für die de Santis stand, waren das überschaubare Risiken.“

Im ersten Buch deckt Kaspar Lunau ein perfektes illegales System auf und begibt sich in größte Gefahr. Im zweiten Buch ist das System noch perfekter und die Gefahren für Lunau und die Menschen denen er nahe steht, sind wesentlich heftiger. Christian Förschs Bücher rütteln auf und machen nachdenklich. Nachdenklich über ein geduldetes illegales System in Italien welches vor allem durch die Krise mehr und mehr verschärft wird. Auch die Zusammenhänge zur wieder erstarkenden rechtsextremen Lega Nord, kommen in beiden Büchern nicht zu kurz.

Kurzum. Ich kann diese beiden Bücher nur wärmstens empfehlen und hoffe jetzt bereits auf eine Fortsetzung. Eine Fortsetzung unserer Gespräche und vor allem der spannenden Lunau Romane.

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Bestellen könnt ihr die Bücher hier: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/der-tote-am-lido.html

Mehr über Christian: http://www.christianfoersch.de


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